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03
Handlungsfeld · Tragfähigkeits-Check Playbook

Finanzen planen

"Wer nicht plant, steuert nach Gefühl."

„Plans are useless, but planning is indispensable."

— Dwight D. Eisenhower

Der Plan ändert sich – doch das Durchrechnen der Zukunft bewahrt Sie vor dem Engpass, den sonst niemand kommen sieht.

Warum dieses Feld über Wert entscheidet

Das Konto zeigt, was war – nicht, was kommt. Liquiditätsengpässe entstehen nicht über Nacht, sondern weil niemand vorausgeschaut hat. Wer plant, rechnet Entscheidungen durch, bevor er sie trifft – und fliegt vorausschauend statt reaktiv.

Integrierte Finanzplanung (GuV, Bilanz, Cash Flow), Betrachtung von Szenarien und deren Auswirkungen auf die Liquidität, bewusste Liquiditätssteuerung und im Bedarfsfall die Möglichkeit einer 13-Wochen-Liquiditätsplanung.

Die Reifegrad-Leiter · von Blindflug zu Instrumentenflug

6
Planlosigkeit

Über die Entwicklung künftiger Umsätze und Kosten wird nicht nachgedacht. Man geht davon aus, dass finanzielle Verpflichtungen in der Zukunft geleistet werden können. Liquiditätsengpässe kommen immer wieder vor.

5
Planlosigkeit

Die Umsätze und Kosten werden sporadisch und kurzfristig geplant, wenn besondere Ereignisse wie Finanzierungsgespräche anstehen.

4
Ad-hoc-Planung

Vor Beginn des Geschäftsjahres wird eine GuV-Planung aufgestellt, meist als Fortschreibung der Vergangenheit. Liquiditätsengpässe kommen nicht vor, vereinzelt wird der Kontokorrentrahmen in Anspruch genommen.

3
Ad-hoc-Planung

Neben der GuV werden Investitionen und Finanzierungen in der integrierten Finanzplanung berücksichtigt. Bei Bedarf könnte eine kurzfristige Liquiditätsplanung auf Wochenbasis aufgestellt werden, um die Kontostände aktiv zu steuern.

2
Kontinuierliche agile Planung

Es existiert ein integriertes Erfolgs-, Finanz- und Bilanzplanungssystem. Die Auswirkungen verschiedener Szenarien auf Liquiditäts- und Rentabilitätssituation können präzise prognostiziert werden und dienen als Grundlage von Entscheidungen.

1
Kontinuierliche agile Planung

Ausgehend von der integrierten Finanzplanung wird auf Basis der tatsächlichen Unternehmensentwicklung eine rollierende Planung aufgestellt. Dadurch gelingt es auch unterjährig, die finanziellen Auswirkungen von Entscheidungsoptionen schnell zu kalkulieren.

Best Practice: So sieht Spitzensteuerung aus

Integrierte Planung: GuV, Bilanz und Cash Flow verknüpft.
Rollierender Forecast auf Basis der tatsächlichen Entwicklung.
13-Wochen-Liquiditätsplan jederzeit abrufbereit.
Szenarien rechnen: Was passiert bei -10 % Umsatz oder +10 Tagen Zahlungsziel?
Aus der Praxis

Ein Großhändler erkennt im rollierenden Forecast drei Monate vorher den saisonalen Liquiditätsengpass – und verhandelt in Ruhe eine Kreditlinie, statt im Engpass um Tage zu bitten.

Konkrete Maßnahmen

01Integrierte Finanzplanung aufbauen (GuV, Bilanz, Cash Flow verknüpft).
02Rollierenden Forecast auf Basis der tatsächlichen Entwicklung implementieren.
0313-Wochen-Liquiditätsplan auf Basis der OP-Liste für kritische Phasen bereithalten.
04Szenarien rechnen und deren Wirkung auf Liquidität und Rentabilität bewerten.
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